Neues aus Medizin und Wissenschaft

Aufforderung zum Unhöflichsein

Um eine oder zwei Erkältungen im Jahr kommt man wohl nicht herum. Viren und Bakterien lauern überall. Was schützt am besten vor Ansteckung? Mit ein paar Tricks kann man verhindern, dass sie sich breit machen.

Der wichtigste Tipp: regelmäßig Hände waschen. Eigentlich möchte man es ja gar nicht so genau wissen, wo sie überall lauern, die Erreger: auf Türklinken, Treppengeländern, Haltegriffen in Bussen und Bahnen, Fahrstuhlknöpfen, Tasten am Geldautomaten, Geräten im Fitnessstudio, in engen Räumen mit vielen Menschen, Klimaanlagen in Büroetagen, Zügen und Flugzeugen. Und natürlich sitzen die Keime auch auf unseren Händen. Deshalb ist häufiges Händewaschen die beste Vorbeugung vor Ansteckung. Nicht ohne Grund trägt die Queen Handschuhe, wenn sie ihrem Volk die Hand schüttelt. Wir Nicht-Aristokraten täten gut daran, die Händeschüttelei wenigstens im Winter zu reduzieren. So unhöflich will zwar keiner sein. Sollte man aber – zumindest, wenn man selbst an einer Erkältung leidet. Erkältungsbakterien oder Viren werden durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Beim Husten oder Niesen, sogar beim Sprechen gelangen sie in die Luft. Um sich anzustecken, muss man sie nicht unbedingt einatmen, schon der Kontakt über die Hände reicht. Wenn man sich anschließend ins Gesicht fasst, gelangen die Erreger in die Schleimhäute und schon ist es passiert.

Pflichtbewusst, aber hustend und schniefend am Arbeitsplatz zu erscheinen, ist keine gute Tat, es sei denn, man möchte einen Pokal als Bazillenmutterschiff gewinnen. Wenn es gar nicht anders geht, gilt: Beim Husten und Niesen ein Taschentuch benutzen (und sofort entsorgen) oder aber in die Ellenbogenbeuge niesen, möglichst nicht in die Hand und wenn, diese sofort gut waschen. Ansteckend ist man schon ein bis zwei Tage, bevor die Symptome ausbrechen und dann etwa eine Woche lang, sagen die Fachleute.