Fit werden, fit bleiben

Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Rheumatologische Komplexbehandlung im St. Marien-Hospital

Sein Spezialgebiet hat ein breites Spektrum. Sami Zeglam ist Facharzt für die „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“. Die Formulierung lässt ahnen, dass darunter eine ganze Reihe von Erkrankungsformen fallen. Das Wort Rheuma kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet fließende und reißende Schmerzen. Unter diesem Begriff werden eine Vielzahl von Krankheiten zusammengefasst, die durch Entzündungen im Körper hervorgerufen werden. Die rheumatoide Arthritis mit den typischen geschwollenen Gelenken ist sicher die am meisten bekannte und häufigste. In Deutschland sind ca. eine halbe Million Menschen unterschiedlichsten Alters davon betroffen. Ältere Menschen und Frauen erkranken deutlich häufiger.

Nordic Walking
Nordic Walking kann bei Rheuma förderlich sein und gehört zum individuellen Therapieplan im St. Marien-Hospital.

„Rheuma ist nicht heilbar, aber gut zu behandeln“, erklärt Sami Zeglam, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) St. Marien. Die entzündete Innenhaut der Gelenke und Sehnenscheiden sorgt bei Betroffenen für starke Schmerzen und Schwellungen. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig erforscht. Bisherige Untersuchungen gehen davon aus, dass rheumatoide Arthritis eine Autoimmunerkrankung ist. Das Abwehrsystem des Körpers greift das eigene Bindegewebe an und dieses entzündet sich. Bei der Erkrankung spielen wahrscheinlich Umwelteinflüsse und Erbanlagen gleichermaßen eine Rolle. Als erste Symptome der Krankheit nehmen Betroffene häufig Müdigkeit oder leichtes Fieber wahr. Später kommen dann eine gewisse Steifigkeit am Morgen und die typischerweise symmetrisch betroffenen, gereizten Gelenke wie beispielsweise beide Handgelenke hinzu. Bleibt die Krankheit unbehandelt, schmerzen und verformen sich die Gelenke und die Beweglichkeit wird eingeschränkt.

Behandlung mit einer Komplextherapie

Inzwischen kann die rheumatoide Arthritis mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, und mit Schmerz- und Entzündungshemmern behandelt werden. Essentiell sind außerdem regelmäßige Physio- und Ergotherapie, um die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen. Bei starken Schmerzen und massiven Bewegungseinschränkungen kann, nach der Erfahrung von Zeglam, die rheumatologische Komplextherapie Besserung bringen. Die Patienten verbringen dann zwei bis drei Wochen im Krankenhaus und erhalten dort intensive Physio- und Ergotherapie von mindestens elf Stunden in der Woche, wie es im ambulanten Bereich kaum möglich ist. Hinzu kommen die psychotherapeutische Betreuung, Injektionen in die Gelenke und gegebenenfalls eine engmaschig überwachte Umstellung der Medikamente. Für den Rheumatologen Zeglam hat dabei das Umfeld einen großen Einfluss auf das Wohl- und damit Schmerzempfinden. Er begleitet und betreut seine Patienten auch auf Station als Oberarzt im St. Marien-Hospital und steht damit in der Behandlung durchgehend als Ansprechpartner zur Verfügung. Zeglam behandelt noch weitere Erkrankungen, die unter den Oberbegriff Rheuma fallen wie Gicht und Lupus erythematodes. Nicht immer ist nur der Bewegungsapparat betroffen. Rheumatische Entzündungen von Organen wie Nieren, Lunge, Darm oder auch Gefäße und Nerven können ebenfalls auftreten. In diesem Zusammenhang schätzt Zeglam den kurzen Weg zu den Ärzten der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie im St. Marien-Hospital. Ist die Lunge mitbetroffen, hat sich die regelmäßige multidisziplinäre Konferenz für Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD-Board) mit erfahrenen Pneumologen, Radiologen, Pathologen und Rheumatologen bewährt.

Facharzt
Sami Zeglam
Innere Medizin und Rheumatologie

MVZ St. Marien
Kunibertskloster 11-13
50668 Köln

Tel.: 0221 1629-6000
E-Mail: info.mvz@cellitinnen.de