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Früherkennung ist ein Problem bei Rheuma

Es dauert im Durchschnitt 13 Monate, bis jemand mit rheumatischen Beschwerden zum internistischen Rheumatologen überwiesen wird. So geht wertvolle Zeit verloren. Denn am besten kann man die Krankheit in den ersten drei bis sechs Monaten günstig beeinflussen.

Entzündliche rheumatische Erkrankungen sind Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Abwehrsystem plötzlich gegen den eigenen Körper richtet. Manche Rheumaerkrankungen betreffen nicht nur Gelenke, die Wirbelsäule oder innere Organe, sie können auch Haut, Blutgefäße, Drüsen und Bindegewebe schädigen. Darüber hinaus führt die chronische Entzündung zu schweren Erschöpfungszuständen – Betroffenen fällt es schwer, ihren Alltag zu bewältigen. „Rheuma“ ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern vielmehr ein Oberbegriff für über 100 rheumatische Erkrankungen. Eine Diagnosestellung ist deshalb für Mediziner sehr schwierig – und damit für die Patienten sehr langwierig.

Werden die Symptome jedoch früh und richtig behandelt, können sie gestoppt, zumindest aber in ihrer Aktivität deutlich gesenkt werden. Folgeschäden (Gelenkzerstörung, Herzschäden u.v.a.) und Begleiterkrankungen können oft ganz vermieden werden, fallen zumindest aber deutlich schwächer aus. Rheuma verläuft meist in Schüben: Zwischen akuten Krankheitsphasen, in denen Betroffene massive Schmerzen haben, können nahezu beschwerdefreie Intervalle liegen. Diese Tatsache führt häufig zu Missverständnissen und Ausgrenzungen, etwa, wenn Freunde oder Arbeitskollegen an einem Tag gesund erscheinen und schon am nächsten Tag arbeitsunfähig sind.

Auf den folgenden Seiten erklärt Ihnen Sami Zeglam, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) St. Marien, moderne Behandlungsmethoden. Informationen bietet auch die Deutsche Rheumaliga auf ihrer Internetseite www.rheuma-liga.de.