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Sauna schützt vor Demenz

Saunen ist nicht nur gut für den Kreislauf und die körperliche Abhärtung. Es soll sogar davor schützen, an Demenz zu erkranken. Das hat jedenfalls eine Beobachtungsstudie in Finnland festgestellt, dem Land, das die Sauna sozusagen erfunden hat.

Vor gut 30 Jahren haben finnische Forscher schon einmal untersucht, in welcher Weise sich regelmäßige Saunagänge auf die Gesundheit auswirken. Ein geringeres Risiko für plötzlichen Herztod konnten sie bei ihren Studienteilnehmern feststellen, die Probanden bekamen weniger Herz-Kreislauferkrankungen und wiesen insgesamt in der Gruppe eine längere Lebenszeit auf.

Nun fand eine Beobachtungsstudie heraus, dass Männer, die mehrmals in der Woche in die Sauna gehen, damit nicht nur etwas für Herz und Kreislauf tun, sondern auch ihr Risiko verringern, an Demenz zu erkranken. Heiße Luft und anschließende kräftige Abkühlung scheinen dem Gehirn und dem Erinnerungsvermögen gut zu tun. Jedenfalls erkranken in dieser Gruppe weniger Menschen an Demenz und Alzheimer.

Dank Sauna auch weniger Falten

Die Beobachtungsstudie spricht davon, dass häufige Saunagänge die Demenzdiagnose um 66 Prozent und die Alzheimerdiagnose um 65 Prozent reduzieren. Über die Zusammenhänge kann bisher nur spekuliert werden. Bekannt ist, dass ein gesundes Herz-Kreislaufsystem und eine gute Durchblutung Auswirkungen auf die geistige Gesundheit haben. In Deutschland gehen über 30 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna. In der Wärme weiten sich die Blutgefäße, die Herztätigkeit wird entlastet. Der anschließende Kältereiz trainiert den Kreislauf und sorgt für eine Ausschüttung von Endorphinen. Es soll sogar wissenschaftlich bewiesen sein, dass langjährige Saunafreunde deutlich weniger Falten haben als Nicht-Saunagänger. Wer unter Herzerkrankungen oder Bluthochdruck leidet, sollte vorsichtshalber mit seinem Arzt Rücksprache halten. (Age and Ageing 2016)

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